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Zero Waste im Bad

Tipps für ein nachhaltiges Badezimmer


Du hast manchmal das Gefühl, dass jeder von Nachhaltigkeit spricht und du weißt selbst einfach nicht wo du anfangen sollst? Wir kennen dieses Gefühl. Für uns war das Badezimmer mal ein super guter Ausgangspunkt um unseren Haushalt umweltbewusster zu gestalten.

Mit unseren Tipps, die du mit wenig Aufwand umsetzen kannst, kannst du Schritt für Schritt in einen nachhaltigeren Haushalt starten. Und du wirst sehen, mit vielen Alternativen schonst du die Umwelt, Ressourcen und sogar deinen Geldbeutel.



Zähne Putzen

Zähne Putzen gehört zur täglichen Routine, warum diese nicht etwas nachhaltiger gestalten?

Zum Beispiel mit einer Zahnbürste aus Bambus, einer Zahnpasta ohne Mikroplastik und auch noch im Glas.

Bambus ist einer der am schnellsten wachsenden Rohstoffe. Bambus wächst täglich bis zu einem Meter und ist biologisch abbaubar. Die Zahnpasta aus dem Glas schützt, reinigt und pflegt deine Zähne mit natürlichen Inhaltsstoffen und kommt ganz ohne Plastik aus. Das kleine Glas kann super wiederverwendet werden, zB für die Aufbewahrung von Gewürzen, für Marmeladen,….


Wenn du täglich Zahnseide oder eine Mundspülung verwendest, haben wir auch eine super Alternative für dich. Die Zahnseide aus dem Glas wird aus Maisstärke gewonnen und den Behälter kannst du immer wieder verwenden. Auch die Mundspülung im Glas wirkt mit ihren natürlichen Inhaltsstoffe sehr beruhigend und pflegend. Und auch diese Flasche kann wiederverwendet werden. Zum Beispiel kannst du eine wunderschöne Blumenvase daraus zaubern oder sie als Getränkeflasche für unterwegs weiterverwenden.


Deine Haare

Auch bei der Haarpflege kann viel Plastik vermieden werden. Fangen wir doch mal mit der Bürste an. Warum sind so viele Haarbürsten aus Plastik? Holzbürsten sind biologisch abbaubar und bleiben nicht die nächsten 450 Jahre auf unserem Planeten.

Auch beim Shampoo oder der Pflege kann einiges an Verpackung eingespart werden. Habt ihr schon mal ein selbstgemachtes Shampoo ausprobiert? Dazu findet ihr hier super Rezepte aus Roggenmehl oder Apfelessig.

Wenn euch die selbstgemachten Shampoos nicht direkt zusagen, kann ich euch ein festes Shampoo und einen festen Conditioner empfehlen. Diese funktionieren genauso gut, oder sogar besser als herkömmliche flüssige Shampoos, nur dass diese aus rein natürlichen Inhaltsstoffen zusammengesetzt wurden und somit keine Chemie im Abwasser landet. Und das coole an den Produkten ist, sie sind viel ergiebiger als herkömmliche Shampoos.


Duschen

Ja, wir sind es gewohnt das Duschgel aus der Tube zu drücken uns einzuschäumen und uns danach sauber zu fühlen. Das Alles, ohne uns Gedanken über die Inhaltstoffe des Duschgels zu machen. Zumindest war das bei mir bis vor ein paar Jahren so.

Als ich dann mehr über hormonell Wirksame Stoffe oder Mikroplastik in Duschgels gelesen habe, nahm ich gleich mal alle meine Pflegeprodukte genauer unter die Lupe. Das Ergebnis war damals wirklich schockierend.

Seither achte ich ganz genau auf die Inhaltstoffe, bzw. bin ich mittlerweile vollständig auf feste Produkte in der Dusche umgestiegen.

Und mittlerweile liebe ich Seifen :-) Die Vorteile von (den meisten) Seifen sind die natürlichen Inhaltsstoffe, welche das Produkt zur Gänze biologisch abbaubar machen. Feste Seifen sind viel ergiebiger als Flüssigseifen und du sparst auch noch jede Menge Verpackungsmüll.

Und wenn dir in der Dusche der Schaum auf der Haut fehlt, kannst du auch ein Seifensäckchen verwenden. Durch die Reibung wird die Seife aufgeschäumt und du hast ein wunderbares Duscherlebnis.

Auch Rasierschaum bzw. Rasiergel habe ich vollständig aus meinem Badezimmer entfernt. Stattdessen verwende ich eine feste Rasierseife. Diese schäumt gut auf und durch die enthaltene Shea Butter wird die Haut auch super gepflegt.


Körperpflege

Einweg-Wattestäbchen aus Plastik sind ab Mitte 2021 in der EU verboten. Aber warum warten, bis diese nicht mehr im Handel erhältlich sind? Ohrenstäbchen aus Bambus sind vollständig abbaubar und funktionieren exakt gleich wie herkömmliche Wattestäbchen aus Plastik.

Anders natürlich bei Körperpflegeprodukten wie Cremes, Lotions etc. Diese sind zum Großteil in Plastik verpackt und auch hier gilt es, diese vor dem Kauf auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu kontrollieren. Die Haut ist unser größtes Organ, somit sollten wir doch genauer hinsehen, was auf unsere Haut kommt und was nicht.

Und wer völlig auf den Verpackungsmüll verzichten möchte, der kann eine feste Körperbutter ausprobieren. Diese wird bei Kontakt mit der warmen Haut weich und lässt sich dadurch gut auf der Haut verteilen. Auch wenn es für mich die beste Alternative ist, sollte gesagt sein, dass man sich fürs Eincremen ein bisschen Zeit nehmen sollte. Meiner Meinung nach geht es nicht so Ruckzuck wie bereits „flüssige“ Lotions.


Schwitzen

Natürliches Deo Alternativen gibt es ja schon ewige Jahre. Ich erinnere mich, dass bereits meine Mutter immer einen Deo-Stein verwendet hat.

Ich habe mittlerweile sehr sehr viele Deos getestet und ich denke, dass es hier schwierig ist für jeden (Haut-)Typen eine Empfehlung abzugeben. Die Auswahl ist riesig und wer ein wenig probieren will, kann sich sein Deo auch selbst herstellen. Wichtig ist bei der Auswahl darauf zu achten, ob bedenkliche Substanzen wir Mineralöle, Aluminium, Parabene oder synthetische Duftstoffe enthalten sind.

Ich persönlich hab mich in diese natürlichen Deos verliebt, nicht nur wegen des angenehmen Geruchs, sondern weil vollständig auf Plastikverpackung verzichtet wird.


Abschminken

Bei der Make-up-Entfernung kannst du mit natürlichen Mitteln nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch deinen Geldbeutel. Für das abschminken verwende ich einfach nur ein pflanzliches Öl (zB Kokosöl oder Jojobaöl) und vermenge es mit warmen Wasser. In Kombination mit einem wiederverwendbaren Wattepad lässt sich Make-up vollständig entfernen. Danach verwende ich noch eine Gesichtsseife und das wars.





Der Toilettengang

Ja auch auf der Toilette können wir Plastik einsparen. Zum Beispiel mit einer WC-Bürste aus Holz. Diese ist biologisch abbaubar und verweilt nicht weitere 450 Jahre auf unserem Planeten. Wenn man bedenkt dass im Jahr jede Person 18 Kilogramm Hygienepapier verbraucht, ist ganz klar dass auch bei der Auswahl des Toilettenpapiers der Umwelt etwas Gutes tun können. Recyceltes Klopapier senkt den Holzverbrauch, Energieverbrauch und es wird bis zu 70% weniger Wasser verwenden.

Bei unangenehmen Gerüchen in der Toilette könnt ihr anstatt eines WC-Sprays auch einfach Streichhölzer nehmen. Ja ihr lest richtig – Streichhölzer. Der Schwefelgeruch, der beim Anzünden des Streichholzes entsteht, neutralisiert den unangenehmen Geruch nach dem Toilettengang.

Und falls ihr Lust dazu habt, euren WC Reiniger selbst herzustellen, haben wir hier unser Lieblingsrezept.


Ich hoffe ihr konntet mit einigen von den Tipps etwas anfangen. Gerne könnt ihr mir eure Ergänzungen oder Lieblingsprodukte hier zukommen lassen.


Eure

Selina


Tipp: wenn ihr mehr über bedenkliche Inhaltsstoffe in euren Pflegeprodukten wissen wollt, kann ich euch die App „Codecheck“ sehr empfehlen. App runter laden, Code Scannen und zack – dir werden sofort alle bedenklichen (aber auch unbedenklichen) Inhaltsstoffe ausgewisen. (unbezahlte Werbung)



Quellen: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20130830-greenpeace-factsheet-toiletten-recyclingpapier.pdf

https://www.boell.de/de/2019/05/14/plastikatlas?dimension1=ds_plastikatlas

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